Im Alter wird die Haut dünner, trockener und empfindlicher. Sie speichert weniger Feuchtigkeit, juckt schneller und wird anfälliger für kleine Risse und wunde Stellen. Eine gute tägliche Hautpflege ist deshalb keine Kosmetik, sondern ein wichtiger Teil der Pflege zu Hause. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie die passende Körperlotion finden und sie so auftragen, dass sie der Haut wirklich hilft.
Warum die Haut im Alter besondere Pflege braucht
Mit den Jahren produziert die Haut weniger Talg und Feuchtigkeit. Sie wird dünner, verliert an Spannkraft und trocknet schneller aus – besonders an Unterschenkeln, Armen und Händen. Trockene Haut spannt, juckt und reißt leichter ein. Gerade bei Menschen, die viel liegen oder sitzen, können daraus schnell wunde Stellen entstehen. Regelmäßiges Eincremen hält die Haut geschmeidig und stärkt ihre natürliche Schutzschicht.
Die richtige Körperlotion auswählen
Für die tägliche Pflege ist weniger oft mehr. Gut geeignet sind milde, möglichst parfümfreie Produkte, die Feuchtigkeit spenden und die Haut nicht zusätzlich reizen. Inhaltsstoffe wie Urea (Harnstoff), Glycerin oder Panthenol binden Feuchtigkeit und werden in der Pflege häufig empfohlen.
Wichtig ist außerdem, dass sich die Lotion angenehm verteilen lässt und schnell einzieht – das macht das tägliche Eincremen für beide Seiten leichter.
So tragen Sie die Lotion schonend auf
Der beste Zeitpunkt ist direkt nach dem Waschen, wenn die Haut noch leicht feucht ist – so wird die Feuchtigkeit besser eingeschlossen. Gehen Sie dabei ruhig und behutsam vor:
- Tragen Sie die Lotion in Richtung des Herzens auf und streichen Sie sie sanft ein, ohne zu reiben.
- Achten Sie besonders auf trockene Stellen an Unterschenkeln, Ellenbogen und Händen.
- In Hautfalten – etwa unter der Brust, in der Leiste oder zwischen den Zehen – tragen Sie nur wenig auf und tupfen die Haut vorher gut trocken.
- Nehmen Sie das Eincremen als kleinen Moment der Zuwendung: sanfte Berührung tut vielen pflegebedürftigen Menschen gut.
Gehört Körperlotion zur Pflegebox?
Diese Frage stellen sich viele Angehörige. Die Antwort: nein. Die monatliche Pflegebox umfasst Pflegehilfsmittel zum Verbrauch nach § 40 Abs. 2 SGB XI – also Hygieneartikel wie Einmalhandschuhe, Desinfektion oder Bettschutzeinlagen. Körperlotionen und Hautcremes zählen nicht dazu. Warum das so ist und was genau erstattet wird, lesen Sie im Beitrag dazu, dass Cremes nicht Teil der Pflegebox sind. Einen Überblick, was tatsächlich in der kostenlosen Pflegebox enthalten ist, finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber.
Gerade bei bettlägerigen Menschen arbeiten Hautpflege und Hygiene eng zusammen: saubere, trockene Haut plus regelmäßiges Eincremen beugt wunden Stellen wirksam vor. Für die Reinigung zwischendurch eignen sich zum Beispiel Einmalwaschlappen aus der Box.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Normale trockene Haut lässt sich gut selbst pflegen. Bei stark geröteter, schuppender, offener oder nässender Haut, bei anhaltendem Juckreiz oder bei Anzeichen einer Entzündung sollten Sie jedoch die Ursache ärztlich abklären lassen. Auch beginnende Druckstellen bei bettlägerigen Menschen gehören fachlich beurteilt, bevor daraus ein Druckgeschwür wird.
Häufige Fragen
Welche Körperlotion ist für ältere Haut am besten?
Wie oft sollte man ältere Menschen eincremen?
Übernimmt die Pflegekasse Körperlotion?
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