Wenn die Haut im Windelbereich gerötet, wund oder schmerzhaft wird, spricht man von einer Windeldermatitis – auch bei Erwachsenen. Gerade bei Inkontinenz ist das ein häufiges und belastendes Problem. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege lässt sich das meiste vorbeugen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie die Haut schützen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.
Auf einen Blick
- Windeldermatitis entsteht vor allem durch Feuchtigkeit, Reibung und Reizstoffe auf der Haut.
- Wichtigster Schutz sind regelmäßiges Wechseln, sanfte Reinigung und Hautschutz.
- Viele passende Produkte sind Teil der monatlichen Pflegebox.
- Bei offener Haut, Bläschen oder anhaltender Rötung gehört die Haut in ärztliche Hände.
Wie entsteht Windeldermatitis?
Die Haut im Intimbereich ist empfindlich. Bleibt sie durch Urin oder Stuhl länger feucht, weicht sie auf und verliert ihre Schutzfunktion. Kommen Reibung durch das Material und reizende Stoffe hinzu, entstehen Rötungen und wunde Stellen. Bei geschwächter oder sehr dünner Altershaut geht das besonders schnell.
Deshalb gilt: Je kürzer die Haut Feuchtigkeit ausgesetzt ist und je schonender die Pflege, desto geringer das Risiko.
So schützen Sie die Haut
Mit einer konsequenten Routine beugen Sie am wirksamsten vor:
- Regelmäßig wechseln: Inkontinenzmaterial zeitnah wechseln, damit die Haut nicht lange feucht bleibt. Welche Produkte es gibt, zeigt der Überblick zu Inkontinenzmaterial: Arten und Größen.
- Sanft reinigen: Mit lauwarmem Wasser und milden, pH-hautneutralen Waschlotionen reinigen. Einmalwaschlappen sind hygienisch und schonend.
- Gründlich, aber vorsichtig trocknen: Die Haut abtupfen, nicht reiben – besonders in den Hautfalten.
- Hautschutz auftragen: Eine dünne Schicht einer geeigneten Schutz- oder Barrierecreme kann die Haut vor Feuchtigkeit schützen. Lassen Sie sich in der Apotheke oder vom Pflegedienst beraten.
- Atmungsaktive Produkte und die richtige Größe wählen, um Reibung zu vermeiden.
Wie die tägliche Intimpflege behutsam gelingt, zeigt der Ratgeber zur Intimpflege bei Pflegebedürftigen.
Die richtige Ausstattung
Zur Grundausstattung gehören saubere Einmalhandschuhe, milde Waschlotion, Einmalwaschlappen und Bettschutzeinlagen für den Wechsel. Viele dieser Produkte sind Teil der Pflegebox – mehr dazu im Ratgeber zu den Bettschutzeinlagen im Pflegealltag.
Wann Sie zum Arzt sollten
Meist bessert sich die Haut mit guter Pflege rasch. Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn:
- die Haut offen, nässend oder blutig ist,
- sich Bläschen, Pusteln oder ein weißlicher Belag zeigen (möglicher Hinweis auf einen Pilz),
- die Rötung trotz guter Pflege nicht abklingt oder sich ausbreitet,
- Schmerzen oder Fieber hinzukommen.
Diese Anzeichen können auf eine Infektion hindeuten, die gezielt behandelt werden muss.
Häufige Fragen zur Windeldermatitis
Was hilft gegen Windeldermatitis bei Erwachsenen? Am wichtigsten sind häufiges Wechseln, sanfte Reinigung mit hautneutralen Produkten, gründliches Trocknen und ein geeigneter Hautschutz. Bessert sich die Haut nicht, hilft der Arzt.
Welche Creme ist geeignet? Es gibt spezielle Schutz- und Barrierecremes für den Intimbereich. Lassen Sie sich in der Apotheke oder vom Pflegedienst zur passenden Auswahl beraten.
Wann muss ich zum Arzt? Bei offener Haut, Bläschen, weißlichem Belag, anhaltender Rötung oder Schmerzen sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
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Handschuhe, Waschlotion, Einmalwaschlappen und Bettschutzeinlagen für den Hautschutz sind Teil der Pflegebox, die Ihnen ab Pflegegrad 1 zusteht. Bei Fragen erreichen Sie uns unter info@meine-pflegebox.com. Jetzt Pflegebox beantragen und keinen Monatsanspruch verschenken.
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