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Pflegestufe 5: Was heute gilt und wie viel Geld es gibt

Eine offizielle Pflegestufe 5 gab es nie – gemeint ist heute Pflegegrad 5. Dieser Ratgeber erklärt, wer ihn erhält, wie viel Pflegegeld 2026 gezahlt wird und welche Leistungen dazugehören.

PRPflegeboxEU Redaktion
4. August 20263 Min. Lesezeit
Pflegestufe 5: Was heute gilt und wie viel Geld es gibt

Viele Menschen suchen nach der „Pflegestufe 5" – und finden dazu kaum verlässliche Auskünfte. Der Grund ist einfach: Eine Pflegestufe 5 hat es nie gegeben. Wer heute „Pflegestufe 5" meint, sucht in aller Regel den höchsten heutigen Pflegegrad 5.

Dieser Ratgeber räumt mit dem Begriffs-Durcheinander auf, erklärt, wer Pflegegrad 5 erhält und wie viel Geld sowie welche Leistungen damit verbunden sind. Alle Beträge geben den Stand 2026 wieder.

Auf einen Blick

  • Eine „Pflegestufe 5" gab es nie – die höchste Stufe heißt heute Pflegegrad 5.
  • Pflegegrad 5 bedeutet die schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (90 bis 100 Punkte).
  • Es gibt 990 Euro Pflegegeld oder bis zu 2.299 Euro Pflegesachleistung im Monat.
  • Hinzu kommen Entlastungsbetrag (131 Euro), Pflegebox (bis 42 Euro) und weitere Leistungen.
  • Wer vor 2017 eine Pflegestufe hatte, wurde automatisch übergeleitet – ohne neuen Antrag.

„Pflegestufe 5" gibt es offiziell nicht

Bis Ende 2016 kannte die Pflegeversicherung die Pflegestufen 1, 2 und 3 sowie den Härtefall. Eine „Pflegestufe 4" oder „Pflegestufe 5" war nie vorgesehen. Seit dem 1. Januar 2017 gelten stattdessen fünf Pflegegrade. Sie messen nicht mehr die Pflegeminuten, sondern wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag bewältigt. Der Begriff „Pflegestufe 5" hat sich umgangssprachlich gehalten – gemeint ist damit fast immer der höchste Pflegegrad 5.

Wer bekommt Pflegegrad 5?

Pflegegrad 5 erhält, wer im Begutachtungsverfahren 90 bis 100 Punkte erreicht. Er steht für die schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit: Betroffene sind rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen und können ihren Alltag ohne umfassende Pflege nicht mehr bewältigen. In besonderen Härtefällen – etwa bei einem außergewöhnlich hohen Pflegebedarf – kann Pflegegrad 5 auch ohne die volle Punktzahl zuerkannt werden.

Begutachtet werden sechs Lebensbereiche: Mobilität, geistige und kommunikative Fähigkeiten, Verhalten, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und Gestaltung des Alltags. Eine gute Vorbereitung bietet der Ratgeber zum Pflegetagebuch für die Begutachtung. Wie sich die benachbarten Stufen unterscheiden, zeigen die Überblicke zu Pflegestufe 4 und Pflegestufe 3.

Wie viel Geld gibt es bei Pflegegrad 5?

Für die Versorgung zu Hause haben Sie bei Pflegegrad 5 die Wahl zwischen zwei Wegen – oder einer Kombination:

  • Pflegegeld: 990 Euro im Monat, wenn die Pflege durch Angehörige oder andere private Pflegepersonen sichergestellt wird.
  • Pflegesachleistung: bis zu 2.299 Euro im Monat, wenn ein ambulanter Pflegedienst die Versorgung übernimmt und direkt mit der Pflegekasse abrechnet.
  • Kombinationsleistung: Angehörige und Pflegedienst gemeinsam; das Pflegegeld wird anteilig gekürzt.

Wird die Person vollstationär im Pflegeheim versorgt, zahlt die Pflegekasse bei Pflegegrad 5 einen Leistungsbetrag von 2.096 Euro im Monat. Wie das Pflegegeld über alle Stufen gestaffelt ist, zeigt der Überblick zum Pflegegeld 2026.

Weitere Leistungen bei Pflegegrad 5

  • Entlastungsbetrag: 131 Euro im Monat für Angebote zur Unterstützung im Alltag.
  • Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: gemeinsamer Jahresbetrag von 3.539 Euro, wenn die Pflegeperson vertreten werden muss oder eine vorübergehende stationäre Versorgung nötig ist.
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: 42 Euro im Monat – die Pflegebox mit Handschuhen, Desinfektion, Bettschutzeinlagen und mehr.
  • Technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebett oder Hausnotruf sowie Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (bis zu 4.180 Euro je Maßnahme).

Wie Pflege bei der höchsten Stufe zu Hause gelingt, beschreibt der Beitrag Pflegegrad 5 zu Hause pflegen. Welche Hilfsmittel dabei besonders wichtig sind, fasst der Ratgeber zu Pflegehilfsmitteln bei Pflegegrad 4 und 5 zusammen.

Die Pflegebox bei Pflegegrad 5

Unabhängig vom Pflegegrad besteht ab Pflegegrad 1 ein Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch nach § 40 Abs. 2 SGB XI – bis zu 42 Euro im Monat. Gerade bei Pflegegrad 5 werden Handschuhe, Desinfektion und Bettschutzeinlagen täglich gebraucht. Die Box wird direkt von der Pflegekasse bezahlt und bleibt für Sie zuzahlungsfrei und ohne Rezept. Einen Überblick gibt der Beitrag Die Pflegebox: Ihre kostenlosen Pflegehilfsmittel.

Häufige Fragen zur „Pflegestufe 5"

Gibt es eine Pflegestufe 5? Nein. Die Pflegestufen wurden 2017 abgeschafft, und eine Pflegestufe 5 gab es nie. Gemeint ist heute der höchste Pflegegrad 5.

Wie viel Geld bekommt man bei Pflegegrad 5? Bei häuslicher Pflege durch Angehörige zahlt die Pflegekasse 990 Euro Pflegegeld im Monat. Über einen Pflegedienst stehen bis zu 2.299 Euro Pflegesachleistung zur Verfügung, dazu 131 Euro Entlastungsbetrag und 42 Euro für die Pflegebox.

Ab wie vielen Punkten bekommt man Pflegegrad 5? Pflegegrad 5 wird bei 90 bis 100 Gesamtpunkten vergeben, in besonderen Härtefällen auch darunter.

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